Blasenentzündung – Ein „brennendes Problem“

Ursachen, Behandlung und Vorbeugung von Harnwegsinfekten

Nicht schon wieder…! Das ist wohl leider der Gedanke vieler Frauen, wenn sie mal wieder die typischen Anzeichen bemerken: Ständiger Harndrang, dann kommen auf der Toilette aber doch nur ein paar Tropfen und es brennt höllisch. Eine Harnwegsinfektion ist unangenehm und schmerzhaft – und für viele Betroffene leider auch ein wiederkehrendes Problem.

Neben Atemwegsinfekten zählen Harnwegsinfektionen zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Jede zweite Frau leidet mindestens einmal im Leben an einer Blasenentzündung, jede fünfte Frau sogar einmal jährlich, denn bei etwa 50% der Betroffenen tritt die Blasenentzündung innerhalb eines Jahres erneut auf.

Woran erkenne ich eine Blasenentzündung, wie entsteht sie, was kann ich tun wenn es mich erwischt hat oder wie kann ich vorbeugen? Hier gibt es alle Infos zum Thema Blasenentzündung und nützliche Tipps zur Vorbeugung!

Formen der Harnwegsinfektion

Abbildung des HarnwegstraktsMan unterscheidet Harnwegsinfekte einerseits danach, welcher Teil des Harnsystems betroffen ist. Von einem unteren Harnwegsinfekt spricht man, wenn die Erkrankung sich auf die Harnblase (Blasenentzündung bzw. Zystitis) oder Harnröhre (Harnröhrenentzündung bzw. Urethritis) beschränkt. Ein oberer Harnwegsinfekt liegt vor, wenn Nieren, Nierenbecken oder Harnleiter betroffen sind. Infektionen der oberen Harnwege entstehen meist dann, wenn eine Infektion der unteren Harnwege nach oben aufsteigt – man spricht dann von einem schweren Verlauf. Die meisten Harnwegsinfektionen verlaufen aber unkompliziert und beschränken sich auf die unteren Harnwege – meist liegt eine Entzündung der Blase vor.

Mediziner unterscheiden weiterhin, ob es sich um einen komplizierten oder unkomplizierten Infekt handelt. Von einem komplizierten Harnwegsinfekt spricht man bei Personen mit besonderen Risikofaktoren für einen schweren Verlauf (also für das Aufsteigen in die oberen Harnwege oder andere Komplikationen) oder Folgeschäden. Das sind insbesondere diese Personengruppen:

  • Kinder
  • Schwangere
  • Männer
  • Diabetiker
  • immunsupprimierte Personen (z.B. bei Autoimmunerkrankungen, nach Gewebs- oder Organtransplantationen)
  • Personen mit funktionellen oder anatomischen Anomalien im Harntrakt

Wenn die Symptome akut vorliegen, spricht man von einer akuten Blasenentzündung. Leider kehren die Symptome bei vielen Frauen häufig schon innerhalb eines Jahres oder sogar mehrmals im Jahr wieder. Bei mehr als drei Harnwegsinfekten pro Jahr spricht man von einer wiederkehrenden Blasenentzündung – in der Fachsprache auch als rezidivierende Harnwegsinfektion bezeichnet. Umgangssprachlich werden häufig auch die Begriffe „chronische Harnwegsinfektion“ oder „chronische Blasenentzündung“ verwendet, wobei es korrekt dann eigentlich „chronisch-wiederkehrende Blasenentzündung“ heißen müsste. Denn man spricht von „chronisch“, wenn jemand dauerhaft an einer Krankheit leidet. Das ist bei einer Blasenentzündung in der Regel nicht der Fall. Die meisten Blasenentzündungen – auch wenn es sich um immer wiederkehrende Infekte handelt – sind für sich genommen nämlich einfach immer wieder akute Infektionen, die mit der richtigen Behandlung aber innerhalb einiger Tage wieder ausgeheilt sind. Der chronische Aspekt liegt dann darin, dass sie immer wieder erneut akut auftreten.

Bleiben Symptome wie häufiger Harndrang und Brennen beim Wasserlassen längerfristig bestehen, ohne dass aber Bakterien oder andere Keime im Urin nachweisbar sind, die für eine
Entzündung verantwortlich gemacht werden können, kann tatsächlich eine chronische – also dauerhafte – Reizung der Blase vorliegen. Man spricht dann häufig auch von einer Reizblase. Ein solcher dauerhafter Reizzustand der Blase kann eine Folge von häufigen Blaseninfekten sein.

Ursachen und Risikofaktoren für eine Blasenentzündung

Jeder kennt diese Warnungen: Sitz nicht auf dem kalten Boden, zieh dich warm an, du verkühlst dir sonst die Blase! Aber wie genau hängt das eigentlich zusammen? Ist Kälte wirklich der Auslöser für eine Blasenentzündung?

Indirekt kann Kälte – wie auch andere Risikofaktoren – tatsächlich das Entstehen einer Blasenentzündung begünstigen. Die eigentliche Ursache sind aber meist Bakterien, seltener auch Pilze oder Viren, die über die Harnröhre in die Blase aufsteigen, sich dort festsetzen und eine Entzündung auslösen. In etwa 80% der Fälle sind E. coli Bakterien (kurz für Escherichia coli) für die unangenehme Infektion verantwortlich. Und – kaum zu glauben aber wahr – meist stammen diese Erreger auch noch aus dem eigenen Darm, wo sie ein natürlicher Bestandteil der Darmflora sind, und werden vom Darmausgang in die Harnröhre eingeschleppt.

Blasenentzündung – ist das hauptsächlich ein Frauenthema?

Zwar kann es grundsätzlich auch Männer treffen, aufgrund der anatomischen Nähe von Darmausgang und Harnröhre sind Frauen allerdings weitaus häufiger betroffen als Männer. Zusätzlich ist die Harnröhre bei Frauen deutlich kürzer. Während sie bei Männern etwa 20 cm lang ist, misst sie bei Frauen nur etwa 3 cm. Die Keime haben bei Frauen also einfach einen kürzeren Weg in die Blase.

Darstellung der Harnwege bei der Frau sowie beim Mann

Wenn Männer von Blasenentzündungen betroffen sind, liegt meist eine Prostataerkrankung (z. B. Prostataentzündung oder Prostatavergrößerung) vor, die das Entstehen einer Blasenentzündung begünstigt. Männer sollten daher immer einen Arzt (in der Regel einen Urologen) aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen.

Normalerweise schützt sich der weibliche Körper selber gegen Harnwegsinfektionen. Das saure Milieu in der Scheide stellt eine natürlich Barriere dar, die den Eingang der Harnröhre vor Erregern schützt. Durch die Flüssigkeitsaufnahme und das damit verbundene Wasserlassen werden eingedrungene Erreger normalerweise direkt wieder aus der Harnröhre ausgespült. Dennoch kann es passieren, dass diese natürlichen Schutzmechanismen nicht greifen und es Erregern gelingt in die Harnblase aufzusteigen und eine Entzündung auszulösen. Warum manche Frauen ohne offensichtliche Risikofaktoren häufiger als andere betroffen sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Aber man kann einige Risikofaktoren und begünstigende Umstände für das Entstehen einer Blasenentzündung identifizieren:

  • Unzureichende Flüssigkeitszufuhr
    Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig, um Erreger regelmäßig auszuspülen. Wer wenig trinkt, erhöht das Risiko für eine Blasenentzündung, da Erreger dann länger in den Harnwegen verbleiben und sich dort vermehren können.
  • Gestörte Scheiden- und Darmflora (z. B. durch Antibiotikaeinnahme)
    Das natürliche Milieu in der Scheide ist ein Schutz vor dem Eindringen von Erregern in die Harnwege. Wird dieses Milieu gestört, kann der Schutz nicht richtig funktionieren. Durch die Verwendung von Diaphragmen, spermiziden Gels oder Vaginalzäpfchen kann die natürliche Keimbesiedelung der Scheide gestört und damit das Eindringen von Erregern in die Harnröhre erleichtert werden. Leider beeinträchtigt auch die Einnahme von Antibiotika die natürliche Scheiden- und Darmflora, da mit einem Antibiotikum nicht nur „schlechte“ Bakterien abgetötet werden. So kann auf die Antibiotikaeinnahme aufgrund der gestörten Schutzfunktion wiederum eine Pilzinfektion der Scheide oder auch ein erneuter Harnwegsinfekt folgen. Das kann insbesondere für Frauen mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten dann ein Teufelskreis werden. Auch die Darmflora wird durch Antibiotika in Mitleidenschaft gezogen – mit der Gefahr, dass sich durch das Ungleichgewicht die natürlich im Darm vorkommenden E. coli Bakterien zu stark vermehren.
  • Falsche Intimhygiene
    Aggressive Seifen oder Intimsprays stören ebenfalls das natürliche Scheidenmilieu und können so das Eindringen von Erregern erleichtern. Ebenso begünstigt die falsche Wischrichtung nach dem Toilettengang das Entstehen einer Infektion. Es sollte immer nur von vorne nach hinten gewischt werden.
  • Kälte und Verkühlung
    Das Sitzen auf kaltem Untergrund, zu dünne Kleidung aber auch die berühmt berüchtigte nasse Badekleidung, die am Körper trocken gelassen wird – all das kann eine Unterkühlung des Körpers zur Folge haben. Und Kälte schwächt die Abwehrkräfte. Denn bei Kälte verengen sich die Gefäße und die Schleimhäute der Harnwege werden schlechter durchblutet. Dadurch gelangen weniger lokale Abwehrzellen dorthin, was es Bakterien leichter macht, sich in der Blase oder Harnröhre festzusetzen.
  • Aktives Sexleben („Honeymoon-Zystitis“)
    Häufiger Geschlechtsverkehr und bestimmt Sexualpraktiken können ebenfalls das Entstehen einer Blasenentzündung begünstigen. Durch die Bewegung beim Sex wird die Schleimhaut im Intimbereich gereizt und gleichzeitig werden Erreger förmlich in die Harnröhre gedrückt. Es gibt sogar einen eigenen Begriff, der die so entstandene Blasenentzündung beschreibt: Die Honeymoon-Zystitis.
  • Veränderung des Hormonhaushalts in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren
    In den Wechseljahren geht die Östrogenproduktion zurück. Östrogen ist wichtig für das natürliche Scheidenmilieu und somit die Schutzfunktion vor dem Eindringen von Erregern in die Harnwege.
    Auch in der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt. Eine Folge ist, dass sich die Harnwege weiten und somit Erregern das Eindringen erleichtert wird.
  • Abwehrschwäche und Stoffwechselstörungen (z. B. Diabetes)
    Ist das Immunsystem generell geschwächt, haben Krankheitserreger – also auch die potentiellen Erreger einer Blasenentzündung – immer leichteres Spiel als bei einem starken Abwehrsystem. Bei Diabetespatienten machen sich die Bakterien die Tatsache zunutze, dass sich im Urin ein erhöhter Zuckergehalt befindet. Das mögen Bakterien, sie können sich dann besonders gut vermehren.

Teufelskreis Harnwegsinfekt – die typischen Symptome

Kreislauf Blasenentzündung und Symptome als Schemadarstellung


  • Häufiger, starker Harndrang
  • Geringe Urinmengen
  • Krämpfe und ziehende Schmerzen im Unterbauch
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Trüber Urin


Ist es Bakterien gelungen, über die Harnröhre in die Blase aufzusteigen und sich dort festzusetzen, lösen sie dort eine Entzündung der Blasenschleimhaut aus. Die erste Abwehrreaktion des Körpers gegen die eingedrungenen Erreger ist eine vermehrte Harnproduktion. Dies – zusammen mit der durch die Entzündung gereizten Blasenschleimhaut – führt dazu, dass man bei einer Blasenentzündung so häufig zur Toilette muss. Leider verkrampfen sich durch die Entzündung gleichzeitig Blase und Harnröhre – das Wasserlassen wird deutlich erschwert. Durch die Verkrampfung können nur geringe Urinmengen beim Toilettengang gelassen werden und es kommt zu den typischen krampfartigen Schmerzen im Unterbauch. Weil die Schleimhaut durch die Entzündung gereizt ist, brennt jeder Toilettengang höllisch. Da liegt es nahe, dass man den Toilettengang nun möglichst lange hinauszögern möchte. Das ist aber gerade falsch, denn im Restharn in der Blase können sich Erreger besonders gut vermehren und die Entzündung fortschreiten.

Wann zum Arzt?

Nicht bei jedem Ziehen in der Blase muss sofort der Arzt aufgesucht werden. Gerade Frauen, die schon mal einen Harnwegsinfekt hatten, erkennen die Anzeichen oft früh genug und können den Infekt in den Griff bekommen – hier hilft Aqualibra®. Neben den typischen Symptomen gibt es aber einige Symptome, die Warnsignale für einen schweren Verlauf einer Blasenentzündung darstellen können. Es besteht dann die Gefahr, dass die Infektion ins Nierenbecken aufsteigt oder schon aufgestiegen ist.

Unbedingt zum Arzt gehen sollte man wenn…

  • sich Blut im Urin zeigt,
  • Fieber auftritt,
  • ein starkes allgemeines Krankheitsgefühl die typischen Symptome begleitet,
  • Schmerzen in der Nierengegend auftreten (dumpfe, ausstrahlende Schmerzen im unteren Rücken) oder
  • die Symptome länger als 5 Tage vorliegen.

Auch Schwangere, Männer oder Kinder sollten – unabhängig von der Symptomatik – immer einen Arzt aufsuchen.

Diagnose der Blasenentzündung – kann ich das auch selber testen?

Mittels ausgiebiger Befragung zu den vorliegenden Symptomen aber auch zu Vorgeschichte und Vorerkrankungen erstellt der Arzt die Anamnese. In der Regel wird außerdem eine Urinprobe abgegeben.

In der Praxis wird der Urin dann mit Hilfe eines Harnstreifentestes untersucht. Dieser zeigt durch Farbveränderung an, ob weiße Blutkörperchen (Leukozyten) oder Nitrit im Urin enthalten sind. Leukozyten zeigen an, dass eine Entzündungsreaktion vorliegt. Nitrit ist ein Stoffwechselprodukt von Bakterien. Es deutet also darauf hin, dass Erreger im Urin sind.

Sind die Symptome und das Ergebnis des Harnstreifentests für den behandelnden Arzt eindeutig und handelt es sich um einen unkomplizierten Harnwegsinfekt, sind in der Regel erst mal keine weiteren Untersuchungen (z. B. Labortests, Ultraschall, Blasenspiegelung) notwendig.
Der Harnstreifentest kann auch zuhause durchgeführt werden. Teststreifen, die Leukozyten und Nitrit im Urin anzeigen, gibt es in der Apotheke.

Behandlung der Blasenentzündung

Was tun, wenn der Gang zur Toilette mal wieder zur Qual wird? Muss es da immer zwingend ein Antibiotikum sein oder gibt es auch andere Behandlungsmöglichkeiten? Diese Fragen stellen sich viele Betroffene. Insbesondere dann, wenn der Infekt immer wieder kommt.

Und das zu recht, denn Antibiotika sollten sparsam und bewusst eingesetzt werden, da sie Nebenwirkungen haben und bei häufigem oder falschem (also nicht gemäß den Anwendungshinweisen erfolgtem) Einsatz sogenannte Antibiotika-Resistenzen entstehen können. Das bedeutet, dass ein Bakterium widerstandfähig geworden ist – das Antibiotikum wirkt dann nicht mehr. Die zunehmenden Resistenzraten sind ein weltweites Problem. Daher wird die Forderung von Experten immer lauter, Antibiotika nur dann einzusetzen, wenn unbedingt nötig, damit sie auch dann noch wirken, wenn man sie wirklich braucht.

Eine Blasenentzündung ist zwar unangenehm und schmerzhaft. In der Regel verläuft sie aber unkompliziert und lässt sich gut behandeln, dafür ist nicht zwingend immer ein Antibiotikum erforderlich.

Ein wirksames pflanzliches Arzneimittel wie Aqualibra® ist da eine zeitgemäße Therapieoption sowohl zur alleinigen Behandlung bei unkomplizierten Harnwegsinfekten als auch zur Unterstützung einer notwendigen Antibiotikatherapie.

Die frühzeitige Behandlung einer Blasenentzündung ist wichtig, damit die Entzündung nicht schlimmer wird oder gar ins Nierenbecken aufsteigt. Dabei muss die bestehende Entzündung eingegrenzt und die Erreger bekämpft werden. Zusätzlich sollten die unangenehmen Krämpfe und die Schmerzen beim Wasserlassen gelindert werden, damit der Gang zur Toilette wieder leichter fällt. Aqualibra® setzt genau an diesen Behandlungszielen an. Mehr zur Wirkung von Aqualibra®

Wenn der Arzt ein Antibiotikum verschreibt, sollten Sie dieses unbedingt genau nach den Anweisungen des Arztes oder der Packungsbeilage einnehmen:

  • Beachten Sie die Anwendungsdauer: Setzen Sie ein Antibiotikum keinesfalls vorzeitig ab, auch wenn sich die Symptome schon deutlich gebessert haben. Das Antibiotikum muss lange genug eingenommen werden, um alle Bakterien abzutöten. Denn wenn Bakterien überleben erhöht das nicht nur das Risiko für einen Rückfall sondern auch für das Entstehen von Resistenzen.
  • Beachten Sie die Einnahmezeitpunkte: Der richtige Zeitpunkt sowie die Abstände zwischen den Einnahmen sind wichtig, damit das Antibiotikum richtig wirken kann.

Normalerweise müssen die Tabletten drei bis zehn Tage eingenommen werden. Es gibt aber auch Präparate zur einmaligen Einnahme. Häufig verschrieben werden die Wirkstoffe Cotrimoxazol, Fosfomycin oder Nitrofurantoin.

Tipp:

Aqualibra® kann auch zusätzlich zum Antibiotikum eingenommen werden. Es lindert schnell die Beschwerden und spült abgetötete wie auch eventuell überlebende Erreger gründlich aus.



Was jetzt außerdem noch hilft: Bewährte Hausmittel und Tipps bei Blasenentzündung

  • Viel trinken!
    Mindestens 2 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag sollten es sein, um die Ausspülung der Erreger zu unterstützen. Am besten Wasser oder Tees – besonders Blasen- und Nierentees mit Bärentraubenblättern, Birkenblättern oder Goldrutenkraut. Verzichten sollte man jetzt auf Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee oder Zitrussäfte, da diese Getränke die Blase zusätzlich reizen können.
  • Wärme
    Ganz simpel, aber wichtig: Halten Sie sich jetzt warm, insbesondere im Blasenbereich, um die eigene Immunabwehr zu unterstützen. Eine Wärmflasche kann zusätzlich krampfartige Schmerzen lindern.
  • Sitzbäder mit Kamille oder Teebaumöl
    Sitzbäder im warmen Wasser mit Kamillenextrakt oder Teebaumöl wärmen und tun gut bei einer Blasenentzündung. Ein alter Trick von Oma: Kochend heißen Kamillentee in einen alten Topf geben, diesen in die Toilette stellen und sich auf die Klobrille setzen. Dann noch den Schoß mit einer Decke abdecken – und fertig ist das selbstgemachte Sitz-Dampfbad.
  • Verzicht auf Geschlechtsverkehr
    Bis die Blasenentzündung vollständig abgeklungen ist, sollte auf Sex verzichtet werden, da Geschlechtsverkehr die Schleimhäute reizen und neue Erreger einbringen kann.

Wie kann ich einer Blasenentzündung vorbeugen?

Ein Universalrezept gibt es dafür leider nicht. Aber einige Tipps und Verhaltensweisen können durchaus helfen, das Risiko für eine Blasenentzündung zu reduzieren.

Diese Tipps für eine gesunde Blase sollten Sie befolgen:

  • Viel trinken – auch zur Vorbeugung wichtig
    Mindestens zwei Liter pro Tag sollten es sein, um die regelmäßige Spülung der Blase zu gewährleisten. Wenn Sie zu Blasenentzündungen neigen kann es ratsam sein, auf reizende Getränke (Kaffee, Alkohol, Zitrussäfte) oder stark zuckerhaltige Getränke zu verzichten.
  • Nicht anhalten – zur Toilette, wenn man muss
    Jedes Wasserlassen spült Keime aus. Daher sollte langes Anhalten vermieden werden, da sich so Erreger im Urin unnötig vermehren könnten. Außerdem sollte die Blase immer möglichst vollständig entleert werden, da sich im Restharn ebenfalls Erreger vermehren können. Sitzen Sie beim Toilettengang möglichst aufrecht, das unterstützt die vollständige Blasenentleerung.
  • Richtige Wischtechnik
    Nach dem Toilettengang immer von vorne nach hinten abwischen, um das Verschleppen von Darmbakterien in die Harnröhre zu vermeiden.
  • Richtige Intimhygiene
    Möglichst nur sanfte, pH-neutrale Waschlotionen und warmes Wasser zur Reinigung des Intimbereichs verwenden. In der Apotheke gibt es spezielle Waschlotionen für den Intimbereich.
  • Die richtige Unterwäsche
    Tragen Sie möglichst Baumwollunterwäsche, die nicht zu eng sitzt oder scheuert und verzichten Sie auf String-Tangas. Das dünne Bändchen kann den Transport von Bakterien vom Darmausgang zur Harnröhre begünstigen. Wäsche aus Polyester ist weniger atmungsaktiv, was die Vermehrung von Erregern begünstigt. Die Unterwäsche außerdem immer bei 60° C waschen, um Keime abzutöten.
  • Das richtige Verhütungsmittel
    Wenn Sie zu Blasenentzündungen neigen, sind bestimmte Verhütungsmittel geeigneter als andere. Spermizide Gels, Zäpfchen oder mechanische Verhütungsmittel wie die Spirale können das Entstehen von Blasenentzündungen begünstigen. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten.
  • Zur Toilette nach dem Sex
    Das ist vielleicht etwas unromantisch – aber durchaus hilfreich: wer direkt nach dem Geschlechtsverkehr zur Toilette geht, spült eventuell eingedrungene Erreger direkt wieder aus. Ein Glas Wasser vor dem Sex kann helfen.
  • Warm halten
    Auch zur Vorbeugung unerlässlich: Vermeiden Sie das Sitzen auf kaltem Untergrund, kalte Füße, bauchfreie Kleidung und wechseln Sie nasse Badekleidung direkt nach dem Schwimmen. So vermeiden Sie eine Schwächung des Immunsystems.
  • Stärkung des Immunsystems
    Auch ein generell geschwächtes Immunsystem begünstigt die Entstehung von Blasenentzündungen. Neigen Sie zum Beispiel auch häufig zu Erkältungen? Das könnte ein Anzeichen sein, dass Sie ihr Immunsystem stärken sollten. Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Bewegung – am besten an der frischen Luft – und ein stressfreier Lebenswandel sind Grundpfeiler für eine starke Abwehr. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Immunsystem schwach ist, kann Ihr Hausarzt Sie zum Lebenswandel oder einer Aufbaukur beraten.
  • Harnansäuerung
    Bakterien mögen eine zuckerhaltige Umgebung, denn dort können Sie sich besonders gut vermehren. Eine saure Umgebung hingegen kann das Bakterienwachstum erschweren. Es kann also sinnvoll sein, den Harn anzusäuern, wenn man zu Blasenentzündungen neigt. Dazu kann der Hausarzt oder die Apotheke beraten. Gleichzeitig sollte eine stark zuckerhaltige Ernährung vermieden werden. Das heißt nicht, dass man nun um jedes Gramm Zucker einen großen Bogen machen muss – sondern einfach ein gesundes Maß zu wahren.